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Wie ist es möglich, sich sexuell selbstbewusst zu fühlen, gerade wenn Sie einen Kampf mit Ihrem Körperbild haben?

Wie man sich sexuell selbstbewusst fühlt.

Toll im Bett zu sein hat erst einmal nicht sonderlich viel mit sexuellem Selbstvertrauen zu tun. Es geht hierbei nicht um Dinge wie besonders große Brüste oder auch die trainiertesten Bauchmuskeln. Auch kommt dieses Selbstvertrauen nicht nur davon, einfach viel Sex zu haben.

Natürlich kann es für jeden etwas individuell sein, aber prinzipiell hat sexuelles Selbstvertrauen die Bedeutung, dass man sich wohlfühlt im eigenen Körper. Auch, dass man es verdient, Lust zu haben und auch zu kommunizieren, was einem genau gefällt. Wichtig ist dabei auch, dazu in der Lage zu sein, auf das, was der Sexualpartner möchte, näher einzugehen.

Was uns auf der anderen Seite davon abhalten könnte, uns wirklich sexuell selbstbewusst zu fühlen, ist oft Entmutigung. Wir werden vielleicht entmutigt, unseren Körper weiter zu erforschen und allgemein sexuell zu sein. Dies geschieht oft durch die Eltern, den eigenen Partner oder die Schule. Es wird oft nicht beigebracht, eigene Grenzen setzen zu können und auch die eigenen Vorlieben zu erklären.

Sexuelles Selbstbewusstsein kann eine fließende Entwicklung sein

Das sexuelle Selbstvertrauen ist nicht bloß etwas, was man nun mal hat, oder eben nicht hat, so erklärt es Dr. Chris Fox, welcher der führende Dozent an der Universität von Sydney für Sexologie ist.

„Das eigene Selbstvertrauen ist oftmals eine fließende Entwicklung, genauso wie es auch das sexuelle Selbstvertrauen ist.“

„Beispielsweise ist es mir möglich, vor Tausenden Menschen zu sprechen, aber wenn ich vor meiner eigenen Familie stehe und eine Rede halten soll, kann ich das oft nicht, ohne in Tränen auszubrechen.“

„Es braucht nur etwas Arbeit“, erklärt Frau Mourikis, denn es kann jeder sexuell selbstbewusst sein.

„Ich denke oft darüber nach, wie mein Körper anzusehen ist.“

Nanthini wiederum erklärt, dass sie schon vorher ein eher geringes sexuelles Selbstvertrauen hatte, sie jedoch nach der Schwangerschaft und der Gewichtszunahme, die damit einherging, nochmal einen regelrechten Schlag erlebt hätte.

Die 32-jährige Frau fragt sich immer, wie sie wohl aussieht, wenn sie Sex mit ihrem Mann hat und macht sich Sorgen über ihr Körperbild.

„Mir fällt es außerdem außerordentlich schwer, während dem Sex auch Blickkontakt zu halten, ich kann nicht aufhören, darüber nachzudenken, wie genau ich auf meinen Partner wirke.

All das beeinflusst die Lust und das Vergnügen, was ich fühle und was ich geben kann.“

Außerdem erklärt sie, dass sie sich auch nicht attraktiv fühlt, obwohl ihr Partner ihr sagt, dass sie es ist.

Bei der Steigerung des Selbstvertrauens ist es wirklich besonders wichtig, sich immer wieder darüber klar zu werden, dass jeder Körper ein guter Körper ist und dass jeder es verdient, Lust beim Sex zu empfinden, erläutert Frau Mourikis.

Oft wird in den Mainstream-Medien der Körpertyp von vielen Frauen kaum repräsentiert, und das sorgt auch dafür, dass sich Frauen im eigenen Körper weniger wohlfühlen.

In den Medien dreht es sich des Öfteren bloß um die Sexualität und den Spaß einiger bestimmter Menschen- und Körpertypen. Als aller erstes geht es zumeist um hetero, cis, dünne, weiße, nicht behinderte Männer und danach Frauen, erklärt Frau Mourikis.

Es immer wichtig zu wissen, dass ein „guter“ Körper nicht ganz bestimmt aussehen muss. Dein Körper kann dir helfen, dich zu bewegen und all diese wundervollen Dinge zu tun, genau deshalb ist es auch ein guter Körper.

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